Unser Sudhaus - das Herz der Brauerei
Um Bier zu brauen - der Bierbrauer spricht von einem Sud - muss zunächst das Gerstenmalz geschrotet werden. In der Hubertus Brauerei entspricht das jährlich etwa 1.500 Tonnen. Nachdem das Malz zerquetscht wurde, wird es mit Wasser versetzt und in der Maischpfanne gekocht. Dabei wird Stärke in Zucker umgewandelt. Anschließend kommt es im Läuterbottich zu einer Trennung der unlöslichen Malzbestandteile. Danach wird in der Sudpfanne unter Beigabe von Hopfen nochmals gekocht. Je nach Biertyp unterscheidet sich die Hopfengabe nach Sorte und Menge. Nach Filtration und Abkühlung kommt die Würze in den Gär- und Lagerkeller.
Der gesamte Sudprozeß läuft vollautomatisch ab. Dadurch ergibt sich eine absolute Gleichmäßigkeit von Sud zu Sud. Während des gesamten Brauvorganges ist ein ausgebildeter Brauer anwesend, der vor allem eine überwachende Funktion hat. Im Notfall kann er von Hand über die Schaltwarte jederzeit die Automatik "überfahren" - ein weiteres Element zur umfassenden Qualitätssicherung.
Unser Sudhaus wurde 1987 vollkommen neu erbaut, wobei die neuesten Erkenntnisse der Verfahrenstechnik berücksichtigt wurden. Durch eine gründliche Isolierung der Gefäße, durch vergrößerte Heizflächen sowie durch andere Energiesparmaßnahmen werden gegenüber dem alten Sudhaus bei gleicher Größe 65% Primärenergie eingespart, das entspricht für die gesamte Brauerei einer Energieersparnis von 30%. Die Gefäße sowie alle produktberührenden Teile, wie z.B. Rührwerk und Rohrleitungen, sind komplett aus rostfreiem Stahl hergestellt. Dies erleichtert die Reinigung und garantiert daher eine einwandfreie Produktqualität.
